Lieblingsgemüse – Rhabarber (+Rezept)

Ja, ihr habt richtig gelesen LieblingsGEMÜSE Rhabarber! Obwohl Rhabarber meistens für süße Gerichte wie Kompott oder Kuchen verwendet wird, ist er botanisch gesehen zum Gemüse zu zählen. Die Einteilung in Obst und Gemüse hat nämlich nichts mit süßem oder saurem Geschmack zu tun, sondern damit, ob die Pflanze einjährig (=Gemüse) oder mehrjährig (=Obst) Früchte trägt. Im Grunde bedeutet das, dass man Gemüse jedes Jahr neu ansetzen muss und Obst jedes Jahr von alleine wieder wächst. Da Rhabarber nicht auf einem Baum oder Strauch wächst, sondern die Pflanze jedes Jahr neu wachsen muss, gehört er zum Gemüse. Grundsätzlich ist es ja eigentlich egal, aber ich hab mir gedacht die Info schadet nicht, gerade deswegen weil viele immer rätseln, warum Avocados kein Gemüse sind und Melonen kein Obst! 😀

Zurück zum Rhabarber – mit nur 18 kcal/100 g und einem Wasseranteil von 93 % ist ein schlechtes Gewissen beim Verzehr nicht nötig. Außerdem stecken eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, die der Körper täglich braucht im hübschen Stengelgemüse. 

Rhabarbersalat3.jpgEin Inhaltsstoff des Rhabarbers kann leider auch bei all den positiven Eigenschaften nicht unbeachtet gelassen werden – die Oxalsäure. Oxalsäure kann in großen Mengen gesundheitsschädigend wirken. Vor allem verbindet sie sich gerne mit Calcium und kann somit vom Körper ausgeschieden werden – grundsätzlich gut für den Körper, aber schlecht für Knochen und Zähne.
Calcium ist deren wichtigste Bausubstanz und bei zu geringer Aufnahme leidet die Dichte unserer Knochen und Zähne! Deshalb ist es besonders wichtig, keinesfalls die Blätter des Rhabarbers zu essen und die oberen Stielenden zu entfernen. Durch das Entfernen der Schale oder zumindest der groben Fasern kann die Oxalsäure ebenfalls verringert werden. Ganz wichtig ist auch, den Rhabarber nicht roh zu essen, sondern immer in gekochter Form, da auch so die Oxalsäure deutlich weniger enthalten ist.
24. Juni – dieses Datum gilt als der Stichtag für das Ende der Rhabarberernte! Ende Juni treibt der Rhabarber erneut aus und die jungen Triebe haben einen noch höheren Oxalsäuregehalt als die vorherigen. Wissenschaftlich ist der 24. Juni aber nicht gesichert, es ist aber meiner Meinung nach eine ganz gute Richtlinie, außerdem ist es gut für die Rhabarberpflanze nach Ende Juni nicht mehr zu ernten.

Wer also diese kleinen Tipps beachtet und nicht täglich diesen Mengen verzehrt, kann ganz beruhigt den leckeren, säuerlichen Geschmack genießen.
Wie bereits erwähnt wird Rhabarber meist in Süßspeisen verarbeitet, was ich sehr schade finde, denn auch in pikante Gerichte kann er eine besondere Note bringen. Genau deshalb möchte ich euch heute ein Rezept für einen Rote-Rüben-Rhabarber-Salat vorstellen.  Der ist durch seine tolle pinke Farbe nicht nur schön anzusehen, sondern schmeckt auch noch richtig gut!

Rote-Rüben-Rhabarber-Salat

Rhabarbersalat1.jpgZutaten für 4 Portionen

  • 500 g Rhabarber
  • 1 Prise Zucker
  • 500 g Rote Rüben gekocht
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • Schafkäse nach Belieben
  • 2 EL weißer Balsamico-Essig
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Piment gemahlen
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Wasser

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C Heißluft vorheizen.

Den Rhabarber gut waschen und die groben Fasern entfernen. Schräg in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Stücke in eine kleine Backform geben und mit einer Prise Zucker vermengen. Den Rhabarber ca. 10 min backen bis er weich ist.

In der Zwischenzeit die Roten Rüben in grobe Würfel schneiden und den Zwiebel in feine Ringe hobeln.

Aus Essig, Öl, Honig und den Gewürzen ein Dressing anrühren. Den Zwiebel ins Dressing geben und kurz durchziehen lassen.

Den gebackenen Rhabarber kurz abkühlen lassen und dann mit den restlichen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen. Schafkäse nach Belieben unterheben.

Ich wünsch euch ganz viel Spaß beim Nachmachen! ♥

Rhabarbersalat5

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